Gemeinsam gegen die Krise: Industrie kann der Schlüssel zu einem besseren Wiederaufbau sein

Gemeinsam gegen die Krise: Industrie kann der Schlüssel zu einem besseren Wiederaufbau sein

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WIEN, 1. September 2020 - Industrielle Entwicklung und Industrialisierung können der Welt helfen, sich von der COVID-19 Pandemie zu erholen, da sie ein wesentliches Potential für die Erholung und Wiederbelebung von Volkswirtschaften darstellen. Darüber hinaus kann Industrie als Schlüssel zu einem besseren Wiederaufbau und zur langfristigen Sicherung des Wohlstands verstanden werden.

Vertreter Deutschlands und der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) trafen sich heute und untermauerten die Bedeutung von Industrialisierung für die Unterstützung der von der COVID-19 Krise betroffenen Menschen weltweit.

Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Deutschlands, und LI Yong, UNIDO-Generaldirektor, unterzeichneten den „Fahrplan für unsere künftige und gegenwärtige Zusammenarbeit“ zwischen Deutschland und UNIDO. Der Fahrplan definiert die zukünftigen Eckpfeiler der Zusammenarbeit um Produktivität zu steigern, Handel anzukurbeln, Investitionen zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) und Wertschöpfungsketten zu rehabilitieren.

Müller unterstreicht, dass industrielle Entwicklung eine entscheidende Rolle für die Förderung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) darstellen wird, betont jedoch, dass "wir schneller agieren müssen" und dass multilaterale Initiativen, wie der hier vereinte Fahrplan, die Erreichung der 2030 Agenda für Nachhaltige Entwicklung beschleunigen kann. 

Die gemeinsame Zielsetzung von Deutschland und UNIDO lautet, dass Industrialisierung wesentliche sozioökonomische Chancen für diejenigen bieten kann, die unter den Folgen der Pandemie leiden. Mit Blick auf die Zukunft waren sich die beiden Partner einig, dass industrielle Ansätze neu konzipiert werden müssen, um eine Neuausrichtung der Industriepolitik zu gewährleisten. Ein gemeinsamer Ansatz im Bereich nachhaltiger industrieller Entwicklung kann Innovationen vorantreiben, die vierte industrielle Revolution zum Wohle aller wirken lassen, die Auswirkungen des Klimawandels verringern, die Zirkularität der Lieferketten erhöhen, und vor allem eine wesentliche Grundlage für die Schaffung einer widerstandsfähigen Infrastruktur legen, die wirtschaftliche Stabilität und Wachstum ermöglichen.

Angesichts der dringenden Bedürfnisse werden Sub-Sahara Afrika, der Nahe Osten und Nordafrika (MENA), die am wenigsten entwickelten Länder (LDCs) und die am meisten vom Klimawandel betroffenen Länder (V20 Gruppe) der Schwerpunkt für die künftige Zusammenarbeit sein. Allerdings strebt der Fahrplan nachhaltige industrielle Entwicklung an, welche neben langfristiger Emissionsminderungen weltweiten Wohlstand ermöglichen soll.

Deutschland ist seit Juni 1985 ein wichtiges Mitglied der UNIDO und hat seither zur Gestaltung von Politik und Resolutionen der Organisation als Plattform für den Dialog über industrielle Entwicklung nachhaltig beigetragen. Darüber hinaus leistet Deutschland entscheidende Kernbeiträge und wichtige freiwillige Beiträge für die Organisation.

UNIDO, die Sonderorganisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung, ist ein wichtiger Partner Deutschlands denn sie unterstützt in einzigartiger Weise ihre Mitgliedstaaten bei der Umsetzung von SDG 9, und ihr Kernmandate umfasst Industrie und Innovation.

Im November 2019 haben sich UNIDO und ihre Mitgliedstaaten während der UNIDO Generalkonferenz in Abu Dhabi erneut dazu verpflichtet, eine wissensbasierte, umweltbewusste, ressourcen- und energiesparende industrielle Entwicklung mit Einbindung des Privatsektors weiter verstärkt zu fördern, um Armut weltweit, unter Berücksichtigung aller Bevölkerungsgruppen, nachhaltig zu verringern. 

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Kai Bethke, Direktor für Außenbeziehungen der UNIDO

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